Quick Response (QR)-Codes sind in unserem täglichen Leben allgegenwärtig geworden.

Von Restaurantmenüs bis hin zu Produktverpackungen bieten diese scannbaren Quadrate eine bequeme Möglichkeit, auf Informationen zuzugreifen oder Aktionen auf unseren Smartphones durchzuführen.

Was aber, wenn der scheinbar harmlose QR-Code, den Sie scannen möchten, eine böswillige Absicht birgt?

Schädliche QR-Codes stellen in der heutigen digitalen Landschaft leider eine wachsende Bedrohung dar.

Diese betrügerischen Codes können dazu dienen, vertrauliche Daten zu stehlen, Ihr Gerät mit Malware zu infizieren oder Sie auf Phishing-Websites umzuleiten.

Hacker können bösartige URLs in den QR-Code einbetten und Sie so dazu verleiten, eine Website zu besuchen, die legitim erscheint.

Sobald Sie auf der gefälschten Website sind, werden Sie möglicherweise aufgefordert, Ihre Anmeldedaten, Kreditkarteninformationen oder andere persönliche Daten einzugeben, die dann von den Angreifern gestohlen werden.

Lassen Sie sich nicht scannen! Die Bedrohung durch bösartige QR-Codes

Schädliche QR-Codes sehen vielleicht genauso aus wie ihre sicheren Gegenstücke, bei näherer Betrachtung kann sich jedoch ihre betrügerische Natur offenbaren.

Darauf sollten Sie achten:

1. Verdächtige URLs

Dies ist ein entscheidendes Warnsignal.

Wenn Sie mit der Maus über einen auf einem Bildschirm angezeigten QR-Code fahren (oder einen ausgedruckten Code genau betrachten), achten Sie genau auf die codierte URL. Sieht es legitim aus?

  • Rechtschreibfehler: Achten Sie auf Tippfehler oder absichtliche Änderungen im Domainnamen (z. B. „p“ statt „b“ in „paypal.com“).
  • Unsinnige Zeichenfolgen: Ein Durcheinander scheinbar zufälliger Buchstaben und Zahlen (z. B. „jfdklsahf.io“) weist stark auf einen bösartigen Link hin.
  • Unbekannte Domänen: Seien Sie vorsichtig bei URLs mit unbekannten Domänenerweiterungen (wie „.ru“ oder „.xyz“) oder völlig unbekannten Domänennamen. Seriöse Unternehmen nutzen typischerweise etablierte Domainendungen wie „.com“ oder „.org“.

2. Verschwommene oder verpixelte Bilder

Ein echter QR-Code sollte klar und deutlich sein.

Darauf sollten Sie achten:

  • Niedrige Auflösung: Es kann ein Warnsignal sein, wenn der Code verschwommen oder verpixelt erscheint, insbesondere wenn er aus normaler Entfernung betrachtet wird.
  • Gezackte Kanten: Ein echter QR-Code weist saubere, klar definierte Quadrate auf. Wenn die Quadrate gezackt oder verzerrt erscheinen, könnte dies ein Zeichen einer Manipulation sein.
  • Hinzugefügte Elemente: Vorsicht bei QR-Codes mit zusätzlichen Grafiken oder überlagertem Text. Dabei kann es sich um Versuche handeln, einen Schadcode zu verschleiern oder attraktiver erscheinen zu lassen.

3. Unaufgeforderte Anfragen

Seien Sie vorsichtig, wenn ein QR-Code fehl am Platz erscheint oder Sie zu etwas Unerwartetem auffordert.

Hier sind einige Szenarien, vor denen Sie vorsichtig sein sollten:

  • Zufällige Orte: Auf Straßenschildern, Laternenpfählen oder zufälligen Aufklebern aufgeklebte QR-Codes sind oft verdächtig. Legitime Codes finden sich typischerweise in kontrollierten Umgebungen, etwa auf Produktverpackungen, in Restaurantmenüs oder in der Werbung seriöser Unternehmen.
  • Unerwartete Aktionen: Ein QR-Code, der Sie dazu auffordert, eine unbekannte App herunterzuladen, vertrauliche Informationen auf einer Website einzugeben oder eine Verbindung zu einem ungesicherten Wi-Fi-Netzwerk herzustellen, ist ein großes Warnsignal. Legitime Codes leiten Sie normalerweise auf eine Website weiter, zeigen Kontaktinformationen an oder bieten einen klaren Vorteil (z. B. einen Rabatt oder zusätzliche Produktinformationen).

Wenn Sie diese Warnzeichen kennen, können Sie das Risiko, Opfer eines böswilligen QR-Code-Betrugs zu werden, erheblich verringern.

Denken Sie daran, dass ein wenig Wachsamkeit einen großen Beitrag zum Schutz Ihrer Daten und Ihrer Privatsphäre leistet.

So identifizieren Sie bösartige QR-Codes

Die digitale Welt bietet viele Annehmlichkeiten und QR-Codes bilden da keine Ausnahme.

Doch dieser einfache Zugang birgt auch das Potenzial für lauernde Bedrohungen.

So können Sie zum QR-Code-Experten werden und bösartige Codes identifizieren, bevor sie Schaden anrichten:

Vertrauenswürdiges Territorium: Scannen Sie mit Urteilsvermögen

Scannen Sie nur QR-Codes von seriösen Unternehmen oder Personen, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.

Denken Sie zweimal darüber nach, bevor Sie einen Code scannen, der auf einem beliebigen Flyer angebracht oder auf einer flackernden Werbetafel angezeigt ist.

Wenn die Quelle unbekannt ist, lassen Sie sie am besten ungescannt.

Eine schnelle Suche im Internet kann hilfreich sein, wenn Sie sich über die Quelle nicht sicher sind, aber wirklich neugierig sind.

Suchen Sie nach dem Unternehmen oder der Person, die mit dem QR-Code verknüpft ist.

Sind sie legitim?

Verfügen sie über eine verifizierte Website, die mit der codierten URL übereinstimmt?

Eine kleine Online-Recherche kann viel dazu beitragen, einen potenziellen Betrug aufzudecken.

Scanner-versiert: Wählen Sie die richtige App

Ihr Smartphone kann Ihr QR-Code-Wächter sein.

Investieren Sie in eine seriöse QR-Code-Scanner-App, die über das bloße Dekodieren der Informationen hinausgeht.

Einige fortschrittliche Scanner können die mit dem QR-Code verknüpfte Website auf potenzielle Malware-Bedrohungen scannen.

Eine zusätzliche Schutzebene für den wirklich vorsichtigen Benutzer.

Gewähren Sie Ihrer Scanner-App nur die Berechtigungen, die sie zum Funktionieren benötigt.

Hüten Sie sich vor Apps, die übermäßigen Zugriff auf Ihre Daten oder Telefonfunktionen verlangen.

Überprüfen Sie das Ziel noch einmal: Seien Sie kein blinder Klicker

Selbst bei einer sicherheitsbewussten Scanner-App kann eine kleine manuelle Überprüfung nie schaden.

Die meisten QR-Code-Scanner-Apps zeigen die entschlüsselte URL an.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um es genau zu untersuchen.

Suchen Sie nach Rechtschreibfehlern, unsinnigen Zeichenfolgen oder unbekannten Domänen.

Dies sind alles mögliche Anzeichen für einen bösartigen Link.

Dies mag wie ein zusätzlicher Schritt erscheinen, ist aber eine wirksame Möglichkeit, Inkonsistenzen zu identifizieren.

Anstatt auf den bereitgestellten Link zu klicken, geben Sie die URL manuell in die Adressleiste Ihres Webbrowsers ein.

Stimmt es mit dem vom Scanner angezeigten überein?

Gibt es feine Unterschiede, die auf einen Phishing-Versuch hinweisen könnten?

Probleme mit öffentlichen WLANs: Seien Sie vorsichtig bei ungesicherten Netzwerken

Öffentliche WLAN-Netzwerke sind notorisch unsicher und ein beliebtes Jagdrevier für Hacker, die bösartige QR-Codes einsetzen.

Vermeiden Sie den Zugriff auf Finanzkonten, Online-Banking oder die Eingabe vertraulicher Informationen wie Passwörter, während Sie mit einem öffentlichen WLAN verbunden sind.

Wenn Sie öffentliches WLAN nutzen müssen und auf einen QR-Code stoßen, sollten Sie mit dem Scannen warten.

Warten Sie, bis Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz mit einem sicheren Netzwerk verbunden sind, bevor Sie auf die verschlüsselten Informationen zugreifen.

QR-Code vorsichtig, nicht QR-Code neugierig

QR-Codes bieten eine schnelle und bequeme Möglichkeit, auf Informationen zuzugreifen. Angesichts der zunehmenden Verbreitung bösartiger Codes ist jedoch Vorsicht geboten.

Wenn Sie diese Tipps befolgen und wachsam bleiben, können Sie sich vor den betrügerischen Machenschaften schützen, die hinter diesen scheinbar harmlosen Quadraten lauern.

Denken Sie daran, dass ein wenig Vorsicht beim QR-Code einen großen Beitrag zum Schutz Ihrer Daten und Ihrer Privatsphäre leisten kann.